Die Prinzeninseln und ich.

Das erste Mal war ich im Jahr 2006 auf den Prinzeninseln. Damals gemeinsam mit meiner nahezu kompletten mittlerweile Ex-Schwiegerfamilie in spe – unvergessen Mehmets Kommentar zum Thema, wie es ihm, der Jahre seines Lebens in Istanbul verbracht hatte, ohne jemals die Inseln zu besuchen, denn gefalle: „Ach, nur Staub und Schlamm hier!” – und als typische Tagestouristen. Wir schauten uns den Hafen auf Büyükada an, spazierten bis zum alten Waisenhaus und tranken dann Tee in einem netten Café bis es an der Zeit war, auf die letzte Fähre Richtung Stadt (also Istanbul) zu steigen.

Die Prinzeninseln ließen mich nicht los. Es war die Atmosphäre dort, die Architektur, das Flair. Vielleicht auch der Kontrast zur Großstadt, zu dem Moloch, der Istanbul sein kann. Ich weiß es nicht. Die Prinzeninseln beflügelten meine Phantasie.

Als ich 2012 im Rahmen einer Sprachreise erneut nach Istanbul kam – dieses Mal allein – konnte ich es kaum abwarten, einen freien Nachmittag zu haben und auf die Inseln zu fahren. Wieder beeindruckte Büyükada mich mit ihrer bloßen Anwesenheit. Dieses Mal ließ ich mir Zeit. Ich setzte mich zwischendurch in den Schatten und machte mir Notizen zu Gebäuden, die mir besonders gut gefielen. Ich beobachtete die Menschen und stellte mir vor, wie sie lebten, was sie antrieb. Am nächsten Tag schwänzte ich den Unterricht und fuhr wieder hin.

Es dauerte bis zum Jahr 2014 als ich begann, meine alten Notizhefte durchzugehen, weil ich die Idee zu einem Roman hatte. Er sollte zumindest teilweise auf den Prinzeninseln spielen. Und schwupp-die-wupp – drei Jahre und ein Kind später erscheint Prinzessin auf der Insel.

Büyükada
Die Anlegestelle der Fähren auf Büyükada. Quelle: Starliner (Wikipedia)

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