Rubys Talk mit Martina Richter

Ich begrüße ganz herzlich Martina Richter – Krimi-Autorin und Mops-Liebhaberin

Hallo Martina und herzlich willkommen auf meinem Blog. Schön, dass du da bist!

Hallo Ruby, Danke, dass ich ein wenig von mir erzählen darf.

Bekannt geworden bist du durch deine Mopskrimi-Reihe. Erzähl doch bitte ein bisschen von dir und deinen Büchern: Wer bist du und worüber schreibst du?

Ich bin 51 Jahre alt und lebe mit meinen beiden Töchtern und meinen Tieren in einem ehemaligen Bauernhaus auf der schwäbischen Alb. Ich habe erst recht spät mit dem Schreiben angefangen. Ausgelöst wurde es durch einen schweren Schicksalsschlag. Mein erster Roman „Die Schimmelreiterin“ war der Versuch, mit dem Tod meines Sohnes zurecht zu kommen. Nach diesem Buch war ich auf den Geschmack gekommen zu schreiben. Eines Abends saß ich dann mit meinen zwei Möpsen Nelly und Marquez auf dem Sofa und zu meinen Füßen tobten die Welpen der beiden herum. Ich hatte sie nach Figuren aus Sherlock Holmes benannt. Sie hießen Mycroft, Sherlock, Mrs. Watson und Holmes. Und dann war er auf einmal da, der erste Satz für mein neues Buch. Und ab da ging eigentlich alles wie von selbst. Die Geschichte entwickelte sich so schnell vor meinem inneren Auge, dass ich kaum mit Schreiben hinterher kam. Ich schreibe über Dinge die mir einfach so einfallen, vermischt mit den Dingen die ich jeden Tag höre und erlebe. Oft sind es auch Dinge, die mich ärgern, wie Engstirnigkeit oder Rassismus, die ich dabei aufgreife. Meine Tiere inspirieren mich dabei, die Krimis zu schreiben, die ich selbst gerne lesen würde. Dazu mag ich die etwas andere Sichtweise, die ich durch meine tierischen Hauptdarsteller einnehmen kann. Mir liegen allzu brutale Geschichten nicht, spannend sollten sie aber natürlich trotzdem sein.

Protagonist deiner Romane ist der (zuerst noch sehr junge) Mops „Holmes”. Wie ist der so? Was macht ihn besonders und warum löst er Kriminalfälle?

Im Buch bleibt Holmes bei seinen Züchtern, im wahren Leben habe ich ebenso wie die anderen an eine neue Familie gegeben. Aber dieser kleine Mops, der etwa 10 Wochen bei uns lebte, war etwas besonderes. Kaum das er laufen konnte, hat er bereits seine Geschwister ausgetrickst, um an mehr Fressen zu kommen. Ob quer an der Mama oder mitten im Futternapf, immer hatte er die beste Idee. Er ist tatsächlich mit krummen Beinen zur Welt gekommen, aber nach vier Wochen war er genauso perfekt wie seine Geschwister. Die Figur die ich aus diesem Charakter entwickelt habe, ist vor allem an seinen Vater angelehnt. Marquez konnte sich wirklich gut mit uns verständigen und wer die Rasse näher kennt, weiß was ich damit meine. Sie verfügen über deutlich mehr Mimik und Körpersprache als die eine oder andere Hunderasse. Als Kind habe ich in der Schule noch gelernt, dass Tiere nur instinktgesteuert und fast ohne Gefühle seien. Das hat mich schon als kleines Mädchen geärgert. Schon damals war ich der Meinung, dass in den Köpfen deutlich mehr vorgeht, als wir ahnen. So war es unausweichlich, einen Mops zum Detektiv  zu machen. In meinen Büchern sucht Holmes nach seinem Platz in seiner Familie, so wie es auch Hunde in ihrem Rudel tun. Der Zufall zeigt ihm dann seine Bestimmung.

Was steht bei dir an zukünftigen Projekten an? Wird es weitere „Mopskrimis” geben?

Zurzeit arbeite ich am sechsten Fall meiner Serie. Wenn alles gut geht, wird er nächstes Jahr im Sommer erscheinen. Dieses Mal geht es wieder nach Frankreich, Waterson und Holmes verbringen dort einige Wochen und werden natürlich wieder in einen verzwickten Fall verwickelt. Der Titel soll „Mopshöhle“ lauten. Dazu arbeite ich an einem Roman, aber über dieses Projekt kann ich noch nicht viel verraten. Es hängt viel von meiner beruflichen Zukunft ab, wieviel Zeit ich dafür aufbringen kann, denn „Mopshöhle“ hat absoluten Vorrang. Ein Traum von mir wäre natürlich, vom Schreiben leben zu können, aber das ist noch ein weiter Weg.

Es gibt drei Fragen, die ich allen Gästen hier in Rubys Talk stelle:

Was würdest du heute deinem jüngeren Selbst empfehlen?
Nicht so oft das tun, was andere von einem erwarten.

Wie  sieht die erste Stunde deines Tages aus?
Erst einmal eine Tasse Kaffee, mit den Hunden kurz raus, Hunde, Katzen und Hühner füttern und dann zu meinen Pferden in den Stall. Am Wochenende frühstücke ich dann in aller Ruhe, sonst fahre ich danach zur Arbeit

Wie lautet der Titel deines Lieblingsbuchs und warum ist es dein Lieblingsbuch?
Das ist eine ganz schwierige Frage. Ich mag alle Sherlock-Holmes-Krimis und die Bücher von Agatha Christie. Wenn ich aber nur ein Buch nennen darf, nehme ich „Der Herr der Ringe“. Dieses Buch habe ich bestimmt schon 20mal gelesen und finde es immer noch unfassbar gut.

Martina, vielen Dank für das nette und offene Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

***

Liebe Rubys-Talk-LeserInnen: Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und freue mich, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid. Anregungen, Lob und Kritik sind immer willkommen – entweder direkt hier über die Seite oder per Mail an ruby.summer@gmx.de.

Martinas Krimi-Reihe findet ihr hier: 

Mopshimmel. Holmes und Waterson ermitteln (Band 1)

Mopswinter. Holmes und Waterson ermitteln in ihrem neuen Fall (Band 2)

Mopsfluch. Der dritte Fall für Holmes und Waterson (Band 3)

Mopsnacht. Holmes und Waterson ermitteln wieder (Band 4)

Mopssturm. Der nächste Fall für Holmes und Waterson (Band 5)

Mopsbild

 

2 Kommentare zu „Rubys Talk mit Martina Richter

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s